”Nürburgring: Sportstätte muss Sportstätte bleiben”
DSK-Präsident Dr. Karl-Friedrich Ziegahn
Liebe DSK-ler,
diesmal möchte ich alle Mitglieder mit einem großen Dankeschön für die Mitgliederversammlung begrüßen. Trotz unsicherer Witterungslage kamen mehr als 400 DSK-ler zum Ring und bestätigten bei den Wahlen das Präsidium in eindrucksvoller Weise. Herzlichen Dank im Namen unserer Mitarbeiter und im Namen des gesamten Präsidiums!
Der Motorsport durchläuft in Deutschland derzeit immer noch eine kritische Phase. Die Finanzkrise hat ihre Spuren hinterlassen, die Sponsoren stehen nicht gerade Schlange. Doppelt gebeutelt wird gerade der kleine Privatfahrer, dem zugleich mit Reglements- und Ausschreibungsänderungen der Wind ins Gesicht bläst.
Besonders spannend scheint sich die Situation am Nürburgring zu entwickeln. Dort ist nach den riesigen Investitionen der Landesregierung eine finanziell kritische Lage entstanden, wie jeder breit in der Presse verfolgen kann. Was immer am Ende herauskommt, es darf auf keinen Fall dazu führen, dass eine mit enormen Steuergeldern angelegte Sportstätte nicht mehr in vollem Umfang dem Sport zur Verfügung steht. Bei allem Verständnis, im Betrieb des Nürburgrings schwarze Zahlen schreiben zu wollen, kann ein Zurückdrängen des Breitensports nicht akzeptiert werden.
Noch sind alles nur Gerüchte und Spekulationen. Der DSK wird sich jedoch mit Nachdruck für den Erhalt dieser wunderbaren und geschichtsträchtigen Strecke für den kleinen Motorsport einsetzen. Schließlich war sie in den zwanziger Jahren des letzten Jahrhunderts ausdrücklich als Strukturhilfe für eine arme Region angelegt worden und auch heute dienen die Steuergelder dazu, der Eifel und ihren Bewohnern ein angemessenes Auskommen zu sichern und zugleich dem nationalen Motorsport ein angemessenes Betätigungsfeld zu geben. Heute ist es unsere Verpflichtung, die entscheidenden Akteure daran zu erinnern.
Herzliche Grüße, Euer
Dr. Karl-Friedrich Ziegahn
Deutscher Sportfahrer Kreis e.V.
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