Eine neue Rennstrecke entsteht
Genehmigt: Im Juli 2012 soll der Bilster Berg eröffnet werden.
Seit sechs Jahren bereits arbeiteten diverse Experten an der Planung des 34-Millionen-Euro-Projekts, das ohne öffentliche Gelder realisiert werden soll – und jetzt kann es endlich losgehen.
„Wir haben immer an den Erfolg geglaubt“, sagt Marcus Graf von Oeynhausen-Sierstorpff, Ideengeber und Geschäftsführer der Bilster Berg Drive Resort GmbH & Co. KG. „Heute ist ein bedeutender Tag für uns, unsere Gesellschafter, den Kreis Höxter und das Land Nordrhein-Westfalen.“
In der Tat: Was hier in den kommenden Jahren auf einem ehemaligen NATO-Munitionsgelände entstehen wird, ist in der jüngeren Geschichte der Bundesrepublik Deutschland beispiellos: Zum ersten Mal seit 1932 wurde in den westlichen Bundesländern ein solches Projekt genehmigt – weil die Macher schon im Vorfeld alle Eventualitäten bedacht haben, egal ob Umweltschutz, ökologische Ausgleichsmaßnahmen, Lärmschutz, Nutzen für die Region und Einbeziehung kleiner und mittlerer Unternehmen in die Baumaßnahmen.
Für den Entwurf und die Planung der Anlage, die bereits vorhandene Immobilien und Asphaltstrecken integriert, wurde mit Rennstrecken-Architekt Hermann Tilke allerdings eine internationale Größe engagiert – und Ehrengesellschafter Walter Röhrl war am Entwurf der 4,2-Kilometer langen Naturstrecke maßgeblich beteiligt.
Letzterer konnte unlängst schon fast die gesamte Trasse der geplanten Strecke befahren und war anschließend schwer beeindruckt: „Hier entsteht eine Strecke, die zu den authentischsten und fahrerisch anspruchvollsten Anlagen Europas gehören wird und den Geist klassischer Naturstrecken weiterleben lässt.“
Kunden werden vor Allem die Fahrzeug- und Zuliefererindustrie sein, bietet doch das uneinsehbaren Gelände ideale Bedingungen für Fahrzeug- und Komponententests. Das einzigartige Flair der Anlage macht den Bilster Berg zusätzlich für Fahrzeugpräsentationen und Presse-Fahrvorstellungen interessant. Schon jetzt steht fest, dass das Drive Resort im zweiten Halbjahr 2012 zu über 70% ausgelastet sein wird.
Doch auch der Breitensport können hier ein neues Zuhause finden. Großveranstaltungen wie die Formel 1 hingegen nicht. „Das Betriebskonzept des Bilster Berg Drive Resort verzichtet ganz bewusst auf Großveranstaltungen“, sagt von Glasenapp. „Die damit verbundenen Kosten für die Infrastruktur stehen in keinem Verhältnis zur Einnahmeseite. Von Personalkosten ganz zu schweigen. Da backen wir auf dem Bilster Berg lieber kleinere, aber dafür ertragreiche Brötchen.“
Wir sind gespannt!
Deutscher Sportfahrer Kreis e.V.
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