Superjahr für deutsche Biker

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Gehören zur Weltelite im Motorradsport: Ken Roczen (links) und Steffi Laier (rechts)

An das Jahr 2011 werden sich die deutschen Fans des Motorrad-Rennsports noch lange und gern zurückerinnern. Und mit was? Mit Recht! Schließlich holten deutsche Fahrerinnen und Fahrer insgesamt drei WM-Titel und gaben den Fans damit jede Menge Grund zum Jubeln.

Den Anfang machte Steffi Laier. Die Motocross-Fahrerin aus Diehlheim bei Heidelberg sicherte sich bereits im August ihren dritten WM-Titel in Folge und ihren vierten insgesamt (2005, 2009, 2010, 2011). Dennoch war die Deutschen anschließend nur bedingt happy. „Da wir dieses Jahr nicht mehr zusammen mit den MX1-/MX2-Jungs sondern mit der MX3-Klasse fahren, war die Aufmerksamkeit der Medien relativ gering. Letztes Jahr war alles perfekt und unsere Rennen wurden live übertragen, das war einfach super. Das war dieses Jahr nicht so, und das wirkt sich auch auf die Sponsorensuche aus. Dabei sollte man doch erwarten, dass man als vierfache Weltmeisterin leichter Sponsoren findet oder sogar mehr Geld bekommt.“ Aus diesem Grund weiß die Weltmeisterin auch noch nicht, ob sie im kommenden Jahr wieder an der WM teilnehmen wird. Eine Option, so sagt sie, wäre auch eine Saison in den USA.   
Das hervorragende Ergebnis aus deutscher Sicht machte Larissa Papenmeier perfekt. Die 21-Jährige aus Bünde wurde WM-Dritte hinter Fontanesi.

Der zweite Titel ging ebenfalls an einen Motocrosser: Im September holte sich der 17-jährige Ken Roczen die MX2-Weltmeisterschaft und wurde damit nach einem verbissenen Duell mit Jeffrey Herlings zum jüngsten Motocross-Weltmeister aller Zeiten. Und das auch noch auf Heimatboden, beim GP Europa im schwäbischen Gailsdorf. „Das ist der schönste Moment in meiner Karriere. Es ist ein tolles Gefühl, im eigenen Land Weltmeister zu werden“, sagte Roczen, der erste deutsche Motocross-Weltmeister seit 43 Jahren.
Auf eine mögliche Titelverteidigung hoffen die Fans allerdings vergebens. Roczen wird 2012 in den USA fahren. „Dort hat Motocross eine größere Popularität, so wie Fußball in Deutschland “, sagt der junge Mann, der bereits mit 15 Profi wurde. „Ich fahre die Meisterschaft an der Westküste und werde ein Jahr drüben bleiben. Solange, wie ich Bock habe. Ich versuche, mich dort durchzusetzen, werde den WM-Titel also nicht verteidigen können.“

Und last but noch least ist da natürlich noch Moto2-Weltmeister Stefan Bradl, Deutschlands erster Weltmeister im GP-Sport, seit Dirk Raudies 1993 den 125er WM-Titel holte. Über den neuen deutschen Motorrad-Superstar wurde allerdings in den vergangen Wochen so viel gesagt und geschrieben, dass wir an dieser Stelle darauf verzichten wollen, noch mal ins Detail zu gehen. 

Fest steht: Mit seinen drei Weltmeistern hat Deutschland drei großartige Botschafter im Motorradrennsport, die mit Sicherheit auch in Zukunft noch für Aufsehen sorgen dürften.  

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