Der Spätberufene

DSKler Uwe Stein startet beim ADAC Zurich 24h-Rennen mit einem Opel Astra in der Klasse V2T, doch der umtriebige Rennsport-Senior hat in dieser Saison noch einiges vor …

Uwe Stein zählt sich selbst zu den Spätberufenen, schließlich kam er erst mit 48 Lenzen zum Motorsport, fuhr 2005 seinen ersten RCN-Lauf und gab im Jahr 2012 sein VLN-Debüt. DSK-Mitglied ist er allerdings schon seit 2001.

Trotz der verhältnismäßig jungen Rennfahrerkarriere hat der Mann aus Meerbusch bereits eine beachtliche Erfahrung auf Fahrzeugen unterschiedlichsten Fabrikats sammeln können: Ob BMW 318i, VW Polo und Ford Fiesta zu RCN-Zeiten oder VW Golf, Seat Leon, Citroën DS3 und verschiedene Modelle der Opel Astra-Familie in der VLN – kaum eine Marke hat Stein noch nicht durch die ‚Grüne Hölle’ gescheucht.

Auf die Frage, warum es ihm gerade der Nürburgring angetan hat, erklärt der Motorsportenthusiast: „Ich interessiere mich auch für die historische Seite des Rennsports – und da kommt man am Ring einfach nicht vorbei. Hier wurden viele große Geschichten geschrieben, daher ist es ein besonderer Reiz, auf diesem historischen Boden zu fahren.“

Nachdem er 2014 im Cup-Astra Rang sechs seiner Klasse erreichte, freut sich Uwe Stein in diesem Jahr auf seine dritte 24h-Teilnahme in Folge. Dabei pilotiert er einen Opel Astra H von WS Racing aus Trier, den er sich mit Martin Kautenburger und den beiden Österreichern Fritz Rabensteiner und Manuel Scheriau teilt.

Auf das zweite Qualifying am Freitag bei schwierigen Bedingungen mit starkem Nebel und nasser Strecke verzichtete das Team, um kein unnötiges Risiko einzugehen: „Wir haben lange debattiert, aber bevor man selbst verunfallt oder jemand anderem in die Kiste fährt, waren wir mit dieser Entscheidung doch glücklich“, erklärte Stein am Nachmittag. Im Rennen hat er in seiner Klasse V2T zwar nur einen einzigen Gegner, den Scirocco GT RS des Mathilda Racing Teams – doch er will trotzdem alles geben.

Wenn er mal nicht selbst am Steuer sitzt, empfindet Stein den Auftritt der WTCC, die er sich in den freien Minuten vom aus Hatzenbach ansieht, als spannende Bereicherung: „Das ist schon eine Attraktion. Ich wusste gar nicht, dass die so schnell sind – das ist wirklich sensationell.“

Die restliche VLN-Saison 2015 will er ebenfalls auf diesem Auto bestreiten: „Man muss schon Kompromisse machen, schließlich bin ich verheiratet – aber von den Terminen her kommt es gut hin dieses Jahr“, schmunzelt Stein. So wird der DSKler also noch einige Male die Reise in die Eifel antreten.