DSKler Georg Berlandy gewinnt Rallye Köln-Ahrweiler

Allmählich gehen die Superlative aus: Die 39. ADAC Rallye Köln-Ahrweiler endete mit dem elften Gesamtsieg für den Stromberger Georg Berlandy. 1:26.15,7 Stunden benötigte der Rekordsieger für die 14 Wertungsprüfungen. Wie schon im Vorjahr war der DSKler gemeinsam mit Ulrike Schmitt (Gutenberg) auf dem heißen Sitz unterwegs. Nach den Siegen in diversen Opel Ascona-Modellen war er in diesem Jahr mit einem Opel Kadett C GT/E erfolgreich. „Ich war mir nicht ganz sicher, ob der Gruppe 4 Kadett hält, aber es hat alles gepasst, einfach unglaublich. Auch wenn es der elfte Sieg war, habe ich gestern Abend bei den nebligen Verhältnissen erlebt, dass die Köln-Ahrweiler immer für eine Überraschung gut ist.“

Nach 146,4 WP-Kilometern betrug der Vorsprung auf die Zweitplatzierten Michael Küke (Essen) und Joachim Carl (Oberhausen) 1:23,3 Minuten. Die Aufholjagd der beiden im Porsche 911 RS konnte sich sehen lassen, ging man am Samstagmorgen nur als Achter auf die Zeitenjagd. „Ab der vorletzten Prüfung hatten wir Getriebeprobleme, die letzte sind wir dann nur noch im vierten Gang gefahren!“

Mit größerem Rückstand vom Freitagabend nahm auch Anton Werner (Landshut) im Audi Quattro mit Beifahrerin Gabi Fischer (Heilinghausen) den Rallyesamstag in Angriff. Regen wäre für den Bayer im Allrad-Audi sicher das bessere Wetter gewesen, aber auch so konnte er die ein oder andere Sekunde gut machen und wurde mit 24 Sekunden Rückstand auf Küke noch Dritter.

Ein Ritt auf der Kanonenkugel: Das ist wohl die treffende Beschreibung für die Aufholjagd des DSKlers Thomas Kleinwächter (Moers). Mit Beifahrer Dirk Fischer (Geisig) war er in einem Porsche 911 unterwegs. Vom 30. Platz nach zwei Prüfungen fuhr das Duo noch auf den vierten Rang nach vorne und verbuchte die Bestzeiten der letzten beiden Prüfungen. „Mein Traum war mal mit einem Fahrzeug mit soviel Leistung anzutreten, dabei haben wir sogar noch ein paar Sekunden verschenkt, da ich für die Zuschauer gerne ein wenig quer gefahren bin!“, so der rallyeverrückte Kleinwächter.

„Wir müssen morgens einfach schon mal ein paar Prüfungen zum Eingewöhnen haben“, so Gabriel Hüweler, der Co-Pilot von Rainer Hermann, augenzwinkernd im Ziel. Recht hat er, denn die Belgier, die im bärenstarken Opel Ascona 400 unterwegs waren, drehten ab Samstagmittag so richtig auf, konnten drei Wertungsprüfungen für sich entscheiden und komplettierten schlussendlich die Top 5.

Positives Fazit: Gelungenes Rallyefest zum Saisonkehraus

Rallyeleiter Klaus von Barby sowie Orga-Leiter Hans-Werner Hilger von der Scuderia Augustusburg Brühl konnten sich über ein gelungenes Rallyefest zum Saisonkehraus freuen. „Trotz der wirklich sehr anspruchsvollen Bedingungen haben wir keine größeren Unfälle zu verzeichnen. Kompliment an die Teams, die auch in diesem Jahr wieder tollen Motorsport gezeigt haben! Unser Dank gilt den zahlreichen Fans, die heute wieder die Strecken zwischen Mayschoß und dem Nürburgring bevölkert haben und mit ihrem disziplinierten Verhalten dazu beitragen, solch eine Veranstaltung jedes Jahr wieder veranstalten zu können.“