Editorial: Sicherheit ist unsere Kernmarke

In seinem monatlichen Editorial bezieht DSK-Präsident Dr. Karl-Friedrich Ziegahn Stellung zu aktuellen Themen. 

Sicherheit im Motorsport ist unsere Kernmarke. Deswegen kümmern wir uns um dieses Thema seit unserer Gründung vor nun mehr 57 Jahren. Jüngste Beispiele sind unsere Initiativen zur Sicherheit auf der Nordschleife, zur Sicherheit im Oldtimersport und jetzt ganz aktuell zur Sicherheit im Kartsport. Unter Vorsitz von Fritz Cirener, dem Oldtimer-Referenten des DSK, trafen sich die Oldtimer-Experten im Dezember in Essen und haben konkrete Arbeitsthemen für die kommende Saison verabredet. In einem breiten Handlungsfeld werden wir uns die wichtigsten Knackpunkte vornehmen, etwa dort, wo es um die Erzielung von Höchstgeschwindigkeiten mit Fahrzeugen geht, die in der heutigen Zeit nicht mehr dafür geeignet sind. Hier werden wir mit Augenmaß neue Lösungsvorschläge entwickeln und den zuständigen Gremien unser Expertenwissen zur Verfügung stellen.

Vom Oldtimersport in den Jugendsport, den Kartsport. Unter Vorsitz von DSK-Präsidiumsmitglied Sabine Fischer fand sich ebenfalls in Essen eine illustre Runde hochrangiger Experten zusammen, die Technik, Fahrverhalten und Streckensicherheit erörterten. Auch homologierte Kartbahnen mit einer Streckenabnahme müssen nachbessern, wenn sich Abnutzungserscheinungen zeigen. Und vor allem gilt es eine Bewusstseinsänderung zu erreichen. Sicherheit ist eine Aufgabe aller Verantwortlichen – das schulden wir unserem Nachwuchs. Auch hier wird der DSK mit entsprechenden Vorschlägen auf die Akteure zugehen. Apropos Nachwuchs: Was uns im deutschen Motorsport immer noch fehlt, ist eine Brücke zwischen dem Einsteigersport und der Karriereleiter. Wenn nach einer Kart-Saison in der DKM der Sprung in die neue Formel 4 bevorsteht, dort aber bis zu 250.000 Euro für ein Cockpit angesagt sind, dann sprengt das alle Dimensionen. Uns fehlt die Mittelklasse, sowohl im Formelsport, im Tourenwagen aber auch im Rallyesport. Der DSK hat dazu kein Patentrezept, fordert aber die Szene auf, neue Angebote zu entwickeln. Damit wir nicht erfolgversprechende Talente zu früh aus Geldmangel aussortieren. Wer deutsche Piloten international an der Spitze sehen möchte, muss hier sein Scherflein beitragen. Das gilt vor allem für die deutsche Automobilwirtschaft.

Wir sehen uns bei der Mitgliederversammlung am Nürburgring. Darauf freue ich mich schon heute.

Herzlichst Euer
Karl-Friedrich ‚KaFi‘ Ziegahn