Freud und Leid bei den DSKlern

Einen abwechslungsreichen Kampf um die Spitze erlebten die Zuschauer rund um die Nordschleife bis zur vierten Rennstunde: Nach acht Führungswechseln steht um 19:40 Uhr der Frikadelli-Porsche auf dem Zeitenmonitor ganz oben.

Für den Zakspeed-SLS hingegen ist das Rennen vorbei, bevor es richtig begonnen hat: Der Flügeltürer wurde bei einem Ausritt irreparabel beschädigt. Auch die Rowe-Mannschaft um DSKler Nico Bastian musste bereits umfangreiche Reparaturen durchführen. „Bei uns läuft es nicht ganz so gut“, berichtet er. „Christian (Hohenadel) ist in der Anfangsphase in ein Sandwich geraten, als der Vordermann bremsen musste. Er bekam einen Schlag von hinten und auch einen Schaden vorne. Jetzt müssen wir immer wieder an die Box und an dem Schaden arbeiten. Derzeit sitzt Thomas Jäger am Steuer. Ich werde erst später ins Cockpit steigen.“

Besser lief es für die Fahrer der Startnummer 184. Friedrich / Engl / Günther / Meisenzahl sind mit Platz vier in der Klasse V4 sehr zufrieden. Sascha Friedrich: „Trotz des Regens sind wir auf Slicks geblieben, was sich als richtige Entscheidung herausgestellt hat.“ Regen ist das Stichwort, denn in den ersten Rennstunden wechselten die Wetterbedingungen mehrfach. Die Boxenmannschaft von Hannes Scheid wechselte mehrfach die Reifen und verlor dadurch etwas Zeit. „Auch wenn wir einige Positionen verloren haben – die wechselhaften Bedingungen sind tückisch. Da wechseln wir lieber einmal mehr die Reifen“, erklärt der Teamchef des Eifelblitzes. Auch das Team von André Duve holte den BMW M235i Racing zum Reifenwechsel herein. „Sicherheitshalber sind wir länger auf Regenreifen draußen geblieben als unbedingt notwendig“, erklärt Duve. Nach einem bislang problemlosen Wochenende steht jetzt auch noch das Lenkrad etwas schief. „Aber das ist nicht dramatisch.“

Des einen Leid ist des anderen Freud: Strycek / Strycek / Oestreich / Oestreich führen weiterhin die Klasse souverän an. Robin Strycek: „Mein erster Stint war super. Wir sind auf Slicks geblieben und konnten richtig viele Plätze gewinnen.“ Wie für viele andere Teilnehmer ist auch für ihn das 24h-Rennen ein ganz besonderes Rennen. „Ich versuche immer aus den Augenwinkeln die Stimmung der Fans draußen an der Strecke mitzubekommen. Das ist einfach der Wahnsinn was die dort aufbauen und eine tagelange Motorsport-Party feiern.“

Eine Zeitstrafe haben Wölflick / Gagstatter / Bressan kassiert: Wegen Überschreitung der erlaubten Boxengassen-Geschwindigkeit wurde eine Strafzeit von 1:32 Min. verhängt. Vorbei ist das Rennen nach etwas mehr als drei Stunden für DSK-Mitglied Volker Wawer. „Wir hatten leider ein paar Probleme die eine weitere Rennteilnahme verhindern“, berichtet er enttäuscht. „Vielleicht fahren wir nochmal raus, aber im Moment sieht es nicht danach aus.“