Mathol Racing trotzt der Hitze in der VLN

 

Viel erfolgreicher hätte der vierte Lauf der VLN Langstreckenmeisterschaft 2015 für Mathol Racing nicht sein können. Alle vier gestarteten Fahrzeuge kamen nicht nur ins Ziel, sondern sie erreichten in ihren Klassen auch alle das Podium. Zwei Klassensiege, ein zweiter und ein dritter Rang bildeten das tadellose Ergebnis. Für Matthias Holle, DSKler, Teamchef und Fahrer in Personalunion, ein zufriedenstellendes Wochenende.

Nur der geplante fünfte Rennwagen konnte nach einem Defekt im Training nicht an den Start gehen. Bei über 30 Grad im Schatten war das Rennen eins der heißesten in der Geschichte der Serie. Mit der Hitze hatte bei Mathol Racing vor allem die Technik zu kämpfen.

„Die Fahrer sind mit den Temperaturen alle gut zurecht gekommen, nur die Elektronik hat den Autos manchmal ein wenig Leistung genommen“, fasst Matthias Holle den wohl heißesten Renntag des Jahres zusammen. Trotz maximaler Kühlung waren sowohl beide Aston Martin Vantage V8 GT4 als auch beide Porsche Cayman am Anschlag. „Um Überhitzungen zu vermeiden, begrenzt die Elektronik die maximale Drehzahl, was sich am Ende natürlich in der Rundenzeit niederschlägt“, erklärte er.

Doch mit diesen Umständen war Mathol Racing nicht allein. Im Avia-Aston wechselten sich Norbert Bermes, Wolfgang Weber und Hendrik Still ab. Trotz der im Cockpit herrschenden Saunatemperaturen, blieb das Trio erneut mit Abstand das Maß der Dinge in der Klasse. Der Sieg war absolut ungefährdet, wie auch der zweite Platz des Stadavita-Aston. Neben den beiden Doppelstartern Wolfgang Weber und Hendrik Still drehten hier noch Klaus Hahn und Oliver Louisoder am Lenkrad.

Dagegen mussten Claudius Karch und Ivan Jacoma im Zimmermann-Porsche hart um den Sieg kämpfen. Zwar war der Cayman S immer vorne dabei, aber der Druck der Konkurrenz in der Klasse V6 war enorm hoch. Letztlich behielt das schnelle Mathol-Duo aber die Überhand und fuhr mit 9:12.262 Minuten auch die schnellste Rennrunde innerhalb der Klasse. Nach drei von maximal neun Wertungsläufen (Lauf 1 wurde vorzeitig abgebrochen und fließt nicht mit in die Punktetabelle ein) lohnt sich auch ein erster Blick auf die Gesamtwertung. Hier stehen Karch und Jacoma zusammen auf Rang zwei mit lediglich 0,14 Zählern Rückstand auf die Führenden.

Großer Jubel herrschte im Team auch über das Abschneiden des zweiten Cayman. Der mit Tommy Graberg und Hans Holmlund besetzte „Schweden-Porsche“ konnte mit der Konkurrenz Schritt halten und belegte am Ende den verdienten dritten Platz. „Für uns waren es an diesem Wochenende gleich zwei Premieren“, erklärte Matthias Holle, „erstmals gab es so ein heißes VLN-Rennen und zum ersten Mal sind alle unseren eingesetzten Autos auf dem Podium gelandet.“