17. Start für den Kult-Manta beim 24h-Rennen

Bei den Fans genießt er absoluten Kult-Status: Der Opel Manta mit der Startnummer 122. Auch bei der 45. Auflage des Langstrecken-Klassikers in der Eifel greift Olaf Beckmann zusammen mit Peter Hass, Volker Strycek und Jürgen Schulten wieder an. Im Qualifying für das größte Rennen des Jahres lief es für das Quartett bereits ganz ordentlich. Platz eins in der Klasse SP3, Startplatz 108 im Gesamtklassement.

Ob mit oder ohne Fuchsschwanz – immer wenn der schnittige Rüsselsheimer an den Fan-Hochburgen rund um die Nordschleife vorbeifährt, jubeln die Fans dem Youngtimer zu. Sein Debüt hat der Manta übrigens in der VLN Langstreckenmeisterschaft gegeben. Seit dem 23. April 1994 kommt immer die gleiche Karosse zum Einsatz. „Kaltverformungen wurden immer wieder gerichtet. Für den Motor zeichnet seit der ersten Stunde Kissling Motorsport verantwortlich. Ich liebe dieses Auto und für mich gibt es nichts Schöneres, als damit über die Nordschleife zu fahren“, sagt Fahrzeugeigner und DSKler Beckmann.

In der heutigen, schnelllebigen Zeit ist der Beckmann-Manta eine absolute Ausnahme – und vielleicht gerade deshalb bei den Fans so beliebt. Könnte das Rüsselsheimer Coupé sprechen, es würde von gleich mehreren Generationen von Mitbewerbern auf der Rennstrecke erzählen. Ob die Escort-Ikonen Andreas Schall und Hans-Otto Mallwitz, Franz Dufter am Steuer des mastop-M3, den legendären Dören-Tuffi-Porsche, die Zakspeed-Viper, Mantheys „Dicken“ oder die aktuellen GT3-Boliden – gegen alle ist dieser Manta schon gefahren.

Das erste 24h-Rennen ist der Manta 1998 gefahren. Nach 39 Runden und rund 994 Kilometern war allerdings vorzeitig Schluss. Auch ein Jahr später sollte es nicht sein und wieder musste das Team vorzeitig die Segel streichen. Erst 2001 sah man nach 2028 Kilometern die Zielflagge. Bis zum ersten Klassensieg musste Beckmann, der bei jedem Start des Manta hinter dem Cockpit saß, bis 2015 warten. Bis heute hat der Manta 1.191 Rennrunden auf der anspruchsvollen Nürburgring Nordschleife absolviert und dabei über 30.000 Kilometer zurückgelegt. Rennkilometer, wohlgemerkt. Eine Ende ist noch nicht in Sicht und so heißt es, Daumen drücken für dieses Jahr.