Zwei Generationen Rallye-Fahrzeuge

Am kommenden Wochenende startet mit der ‚Rallye Monte Carlo’ traditionell die Rallye-Weltmeisterschaft. Als amtierender Weltmeister ist Volkswagen wieder am Start. Ziel der Wolfsburger, ganz klar, die Titelverteidigung. Die Rallye-Historie des Automobilkonzerns ist lang – und auch die DSK-Präsidiumsmitglieder Friedhelm Kissel und Reinhard Michel sind in den 1980er-Jahren mit VW erfolgreich Rallyes gefahren.

Auf der Essen Motor Show, die in diesem Jahr unter dem Motto ‚Rallye’ stand, sorgten zwei Rallye-Fahrzeuge, ein historisches und ein aktuelles, für die Kulisse.

Aus dem Hause Volkswagen stammt auch das wohl auffälligste Ausstellungsfahrzeug auf dem DSK-Stand: Der grüne ‚Rheila-Golf‘. Mit dem Ur-Golf haben DSK-Vizepräsident Friedhelm Kissel und DSK-Schatzmeister Reinhard Michel 1982 und 1983 zahlreiche Klassensiege in der Deutschen Rallye Meisterschaft erzielt. Aufgebaut wurde der VW Golf I (Typ 17) seinerzeit von Dietrich Kissel in Zusammenarbeit mit Schmidt Motorsport und Matter Sicherheitstechnik. Damals und heute – vor allem der grüne Golf zog während der zehn Tage in Essen die Blicke der Messebesucher auf sich. Kein Wunder, wurde das Einsatzfahrzeug in den letzten Jahren komplett neu aufgebaut. Unter der Haube werkelt ein 160 PS-starker 4-Zylinder-Motor mit einer Pierburg Renneinspritzung. Die Gänge werden über ein 5-Gang VW-Getriebe mit Sport-Radsatz und kurzem Achsantrieb (H-Schaltung) gewechselt. Für die nötige Verzögerung – je nach Übersetzung schafft der Gruppe 2 Golf 150 bis 200 km/h – sorgen Bremsscheiben mit 239 Millimeter Durchmesser. Für die Sicherheit von Fahrer und Beifahrer sorgt neben der verstärkten Serienkarosse vor allem die Matter-Sicherheitszelle. Im Renntrimm, vollgetankt und inklusive Bordwerkzeug, dauert der Sprint von 0 auf 100 km/h knapp sechs Sekunden.

In zwei aktiven Jahren mit dem Golf fuhren Kissel / Michel bei 18 Starts in der Deutschen Rallye Meisterschaft zu elf Klassensiegen. Bei der 3-Städte-Rallye wurden sie 1982 Dritte und belegten am Ende Rang vier in der Meisterschaft.

Eine andere Liga ist der Opel ADAM in der Cupversion von Sebastian von Gartzen. Der 1.6-l-16V-Vierzylinder-Saugmotor des Rüsselsheimer-Rallye-Sportlers leistet 140 PS. Die Gänge wechselt der Fahrer über ein sequenzielles Sadev-Fünfganggetriebe. Im Gegensatz zum Golf bringt der Adam stattliche 140 Kilogramm mehr auf die Waage – im Renntrim wiegt Opel 1.090 Kilogramm. In der Saison 2014 belegte von Gartzen mit verschiedenen Beifahrern Platz zehn im ADAC Opel Rallye Cup. Sein bestes Saisonergebnis erzielte der 21-Jährige, wie Kissel und Michel, bei der 3-Städte-Rallye. Als Vierter verpasste er das Podium nur knapp. So schließt sich der Kreis…