Zum Gedenken an Wolfgang Graf Berghe von Trips

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Am 10. September 2011 jährt sich der Todestag von Wolfgang Graf Berghe von Trips zum 50. Mal.

Als Wolfgang Graf Berghe von Trips am 10. September 1961 seinen Platz in der Startaufstellung des GP Italien in Monza einnimmt, scheint es beschlossene Sache, dass er der erste deutsche Formel-1-Weltmeister wird. Nur noch ein einziges Pünktchen fehlt dem Grafen, um sich vorzeitig den Titel zu sichern.

Doch statt die Nation in einen Freudentaumel zu versetzen, sorgt das Rennen dafür, dass am Montag nicht nur Deutschland sondern die ganze Welt Trauer trägt: Der 33-Jährige kollidiert in der zweiten Runde mit Jim Clark, schlägt zunächst in einen Erdwall ein und durchschlägt anschließend den Begrenzungszaun vor der Haupttribüne. Der Ferrari-Fahrer erleidet einen Genickbruch und ist sofort tot und reißt bei seinem schrecklichen Unfall auch noch 15 Zuschauer mit ins Verderben. Weitere 60 sind verletzt.

Doch wer war dieser Mann, dessen Name noch heute jedem deutschen Motorsport-Fan geläufig ist?
Der am 04. Mai 1928 geborene Wolfgang Graf Berghe von Trips wird schon früh mit dem Motorsportbazillus infiziert und ist bereits im Alter von zehn Jahren ein glühender Verehrer des legendären Bernd Rosemeyer. So ist es kein Wunder, dass er bald nach dem Krieg selbst eine Rennsportkarriere beginnt. Zuerst auf zwei Rädern, doch schon im Jahr 1953 folgen auf Porsche seine ersten Einsätze im Automobilsport. Schon im folgenden Jahr wird er Deutscher Meister und Mercedes-Rennleiter Alfred Neubauer wird auf ihn aufmerksam.

1955 fährt der Graf einen 300 SLR und auch der Formel-1-Rückzug der Stuttgarter am Ende der Saison 1955 kann seinen Aufstieg in die Königsklasse nicht mehr stoppen, da der ‚Commendatore’, Enzo Ferrari, ebenfalls auf den Deutschen aufmerksam geworden ist. 1956 soll er für Ferrari den GP Italien bestreiten, doch im Training erleidet er einen von mehreren Unfällen, die ihm vorübergehend den Spitznamen ‚Count Crash’ einbringen. Doch schon bald wird ‚Count Crash’ zu ‚Taffy’, eine ehrfürchtige Bezeichnung der englischsprachigen Welt für die Tapfersten der Tapferen. Und in Deutschland ist er aufgrund seiner schillernden Persönlichkeit und seines spektakulären Fahrstils schnell ein echter Volksheld, der Hunderttausende an die Rennstrecken lockt.


Aber von Trips ist mehr als nur ein populärer Rennfahrer: Er wirbt für Autozubehör und Agrarprodukte und schreibt regelmäßig Autotests für die BILD am Sonntag. Und er gehört zu den 14 Männern, die 1958 den DSK gründen, um den Motorsport und vor allem die Sicherheit im Motorsport zu fördern. Er hat klare Visionen von der Zukunft seines Sports und prägt die ersten Jahre des DSK wie kein anderer. „Es ist so ein Gefühl erwachsen, nicht nur bei mir, sondern bei vielen aktiven Fahrern, dass im deutschen Motorsport irgendwie etwas geschehen muss“, sagt er bei der konstituierenden Sitzung am 15. März 1958. „Neue Anregungen und neue Kräfte müssen in die Sportorganisation der Clubs hineingetragen werden.“ Anregungen, denen der DSK bis heute treu geblieben ist und die dafür gesorgt haben, dass ‚Taffy’ auch heute noch unvergessen ist.

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