Editorial: Freies Fahren – fair und mit viel Freude

In seinem monatlichen Editorial bezieht DSK-Präsident Dr. Karl-Friedrich Ziegahn Stellung zu aktuellen Themen. 

Sportfahrer sind äußerst faire Kollegen. Wir haben in diesen Tagen im Präsidium des DSK einen zusammenfassenden Rückblick auf die vergangene Saison gezogen und dabei wurde deutlich, dass unser ‚Hugo Emde Freies Fahren‘ inzwischen ein absolut sicheres Niveau erreicht hat. Dieses haben wir einerseits unseren Helfern und Organisatoren zu verdanken, die konsequent gegen einzelne ‚schwarze Schafe‘ vorgehen, die durch unangemessene, ruppige Fahrweise auffallen. Andererseits aber sind es vor allem die Teilnehmer selbst, die mit Vernunft und Augenmaß das Freie Fahren genießen und gelernt gaben, dass es sich dabei nicht um verkappte Rennveranstaltungen handelt.

Das Freie Fahren des DSK eröffnet unseren Mitgliedern zu äußerst moderaten Preisen den Zugang zu den schönsten Rennstrecken in Europa. Nordschleife, Spa, Bilster Berg, Oschersleben, Hockenheim und weitere Tracks sind unser Angebot für unsere Mitglieder und solche, die es deswegen werden wollen.

Ich möchte die Gelegenheit nochmal nutzen, auf den Sinn unserer Freien Fahren hinzuweisen: Wir mieten als gemeinnütziger Verein DSK e.V. unter Federführung unseres Schatzmeisters und Orga-Leiters Hardy Michel spannende Strecken an und stellen sie unseren Teilnehmern zu einem ‚touristischen Besichtigungsfahren‘ zur Verfügung.

Ihr seht meine Betonung: Der DSK veranstaltet keine Renn-Trainings und schon gar keine Rennen. Das ist schon allein aus versicherungsrechtlichen Randbedingungen unmöglich. Deswegen sind wir auch mit straßentauglichen Fahrzeugen, Reifen und dem entsprechenden Versicherungsschutz auf der Piste. Wir wollen, dass Ihr alle Eure Freude am Fahren genießen könnt, ohne mit der Polizei, dem Rennstreckenbesitzer oder Eurer Versicherung Ärger bekommt. Unser Ziel ist es natürlich auch, dass Euch selbst nichts passiert – deswegen die Helmpflicht – aber auch die Schäden an der Rennstrecke am besten gar nicht vorkommen. Ein guter Sportfahrer braucht keine Leitplanke, um sein Fahrzeug auf der Strecke zu halten. Leitplanken und Blechschäden sind nämlich teuer.

Über allem schwebt das Positive: In unserer Gemeinschaft der Sportfahrer haben sich ganz tolle Freundeskreise entwickelt. Da treffen sich Gleichgesinnte mit gleichen Fahrzeugen zu Benzingesprächen, aus denen sich Freundschaften entwickeln. Und auch die Gleichstellung schreitet voran: unsere Teilnehmerinnen verständigen sich untereinander und jede weitere aktive Frau ist herzlich willkommen. Wir werden dies gerne unterstützen. Sportfahrerinnen sind äußerst faire Kolleginnen. Auf eine neue Saison im Jahre 2018, dem sechzigjährigen Jubiläum des DSK!

Herzlichst Euer, Kafi

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