Editorial: Der Preis der Sicherheit

Veröffentlicht am 12.11.2021
Leitartikel

Unfallverhütung, Brandschutz, Virenschutz – nicht nur im Motorsport hat Sicherheit einen hohen Preis. Seit 1970 konnte die Zahl der im Straßenverkehr getöteten Menschen von 20.000 (allein in Westdeutschland) auf nunmehr 2.700 in Gesamtdeutschland gesenkt werden. Ausbau der Straßen, neue Fahrzeugkonstruktionen und Technologien, bessere Ausbildung der Fahrer, Verbesserung des Rettungswesens und viele weitere Maßnahmen haben dazu beigetragen. Keine davon war gratis zu haben. Ähnliches gilt für Brandunglücke, die in Deutschland im Vergleich zu vielen Ländern oftmals wesentlich glimpflichere Auswirkungen haben, dank vorbeugendem Brandschutz, Flucht- und Rettungswegen und einem leistungsfähigen Equipment der Feuerwehren. Wer hat nicht schon in seinem Betrieb gestöhnt über Brandschauen, die mit anscheinend unmöglichen Forderungen enden. Schließen oder umbauen ist oft die Alternative.

Wir sind als Sportfahrer in einer vergleichbaren Lage. Mehr Sicherheit im Motorsport steht als Gründungsidee hinter dem DSK seit über sechzig Jahren. Und es ist schwierig, die Balance zwischen mehr Sicherheit und der Kostenentwicklung zu halten, insbesondere im Breiten- und Amateursport. Vieles in unseren Regularien erscheint uns überzogen, von der Anzahl der Sportwarte bis zur technischen Ausstattung der Fahrzeuge. Diese Diskussion ist natürlich nicht neu, sondern wird immer geführt, wenn sich Vorgaben ändern. Ob Überrollschutz, HANS, brandhemmende Overalls oder mehr Rettungskräfte – stets geht das ans Budget des Motorsportlers. Daher sehen wir als DSK auch genau hin, welche Maßnahmen beim Balanceakt zwischen Sicherheit und Kosten gerade für den privaten Hobbya-Motorsportler noch mitgetragen werden können. Wir haben aber auch gelernt, dass oft die sachkundige Begründung und Erläuterung fehlt, wenn neue Sicherheitsmaßnahmen in Kraft treten.

Wir vertreten 13 000 Mitglieder, die uns sehr fundierte Rückmeldungen aus dem Breitensport geben und damit haken wir nach. Inzwischen hat sich mit den Regelsetzern wie DMSB und seinen Trägerverbänden aber eine sehr offene und konstruktive Dialogform entwickelt, die dann dieses Abwägen erleichtert. Unsere bleibende Kritik kann man in einer Frage zusammenfassen: „Und warum habt Ihr das nicht gleich so erklärt?“ Sicherheit hat für den DSK oberste Priorität, aber eben auch die Durchführbarkeit des Motorsports. Hier müssen wir endlich alle gemeinsam in die gleiche Richtung ziehen.

Herzlichst Euer
Dr. Karl-Friedrich Ziegahn

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