Für Samantha und Romy Saremba war schon früh klar, dass Motorsport für sie mehr als nur ein Hobby ist. Für die beiden Schwestern ist er Leidenschaft, Familienprojekt und gelebter Teamgeist zugleich. Im Rahmen unseres Women’s Club stellen wir euch die beiden vor und zeigen, dass Motorsport längst keine Männerdomäne mehr ist.
Von klein auf Benzin im Blut
Die Begeisterung für schnelle Fahrzeuge wurde den beiden quasi in die Wiege gelegt. Schon als Kinder verbrachten sie jede freie Minute im Fahrerlager. Selbst hinter dem Lenkrad zu sitzen, war für Samantha und Romy das Größte.
Samantha hatte bereits verschiedene Sportarten ausprobiert, als sie mit acht Jahren zum ersten Mal in einem Kart saß. Da war für sie sofort klar: Das ist es. Ein Gefühl, das sie bis heute nicht losgelassen hat.
Romy ist heute 15 und trat schon früh in die Fußstapfen ihrer großen Schwester. 2017, da war sie sechs, begann sie mit dem Kartslalom, und entwickelte sich schnell. 2023 holte sie Platz drei bei der Weser-Ems-Meisterschaft, 2024 wurde sie Vizemeisterin und 2024 wurde sie norddeutsche Kartslalom-Meisterin in ihrer Klasse. Darüber hinaus engagiert sich Romy als Inklusionsfahrerin, verbindet damit sportlichen Ehrgeiz mit sozialem Engagement.
Über den Motorsport hinaus
Die Geschichte der Familie Saremba ist mehr als eine Aneinanderreihung von Rennergebnissen. Mit Saremba Motorsport wurde eine Initiative ins Leben gerufen, die Motorsport und gesellschaftliche Verantwortung verbindet. So soll Motorsport für alle zugänglich gemacht werden, unabhängig von körperlichen Voraussetzungen oder Herkunft. Mit inklusiven Fahrzeugen und eigenen Projekten zeigt das Team, dass Leidenschaft keine Barrieren kennt.
„Es geht uns nicht nur um Zeiten und Platzierungen. Wenn wir zeigen können, dass hier wirklich jeder mitfahren kann, dann haben wir schon gewonnen“, bringt es Samantha auf den Punkt.
Gemeinsam auf der Strecke
Auch auf der Rennstrecke gehen die beiden ihren Weg zusammen. Samantha hat bereits erste Erfahrungen im Tourenwagensport gesammelt, während Romy sich auf ihre ersten Schritte im Rundstreckensport vorbereitet. Ein echter Meilenstein war ihr Einsatz auf der permanenten Rennstrecke in der Motorsport Arena Oschersleben. Bei einem DSK-Trackday auf der nördlichsten deutschen Rennstrecke feilten Romy und ihre Schwester an Ideallinie, Bremspunkten und Fahrzeuggefühl.
Im Herbst 2026 werden beide gemeinsam im NATC Youngster Cup starten. Samantha im Suzuki Swift, Romy im Dacia Logan. Dabei steht für die Schwestern nicht das Ergebnis im Vordergrund. Sie wollen vor allem Erfahrungen sammeln und ihre Begeisterung für den Motorsport mit anderen teilen.
„Klar wollen wir vorne mitfahren. Aber am Ende zählt für uns, dass wir bei jedem Rennen etwas dazulernen und das gemeinsam machen können“, erzählt Romy.
Vorbilder für die nächste Generation
Neben allem sportlichen Ehrgeiz wollen Samantha und Romy gerade jungen Mädchen zeigen, dass Motorsport keine Männerdomäne sein muss und dass Frauen hier ihren eigenen Weg gehen können.
Ihre Geschichte macht deutlich, dass es beim Motorsport um weit mehr geht als um Geschwindigkeit. Es geht um Vertrauen, Familie, Zusammenhalt und die Bereitschaft, immer wieder Neues zu lernen. Samantha und Romy stehen dabei erst am Anfang ihrer Karriere, aber schon jetzt zeigt ihre Reise, wie viel Herzblut und Begeisterung hinter jedem Start auf der Rennstrecke steckt.
Für die beiden Schwestern ist der Motorsport längst zur Lebenseinstellung geworden. Und ihre Geschichte hat gerade erst begonnen.
