Es gibt zwei Wege, auf die Zukunft des Motorsports zu blicken. Der eine ist passiv: abwarten, zuschauen, hoffen, dass irgendwie wieder junge Talente auftauchen. Der andere ist aktiv: handeln, investieren, strukturieren. Der DSK hat sich bewusst für den zweiten Weg entschieden, und das ist mehr als eine strategische Entscheidung – es ist ein Bekenntnis.
Das wird deutlich, wenn man Simon Connor Primm anschaut. Ein junger Fahrer, den wir unterstützen, der jüngst in der DTM antrat und sich behauptete – Platz 13 im Samstagsrennen, gegen arrivierte Profis und Werksfahrer. Das ist kein Zufall. Das ist das Ergebnis von systematischer Förderkaderarbeit, von Mentoring, von Vertrauen. Das ist der DSK bei der Arbeit.
Primm ist einer von zehn Kandidatinnen und Kandidaten, denen wir derzeit Raum geben, ihre Karrieren zu entwickeln. Thilo Baldes, Enrico Förderer, Julian Konrad, Joel Mesch, Max Rosam, Hugo Schwarze, Elias Tittus, Tim Tramnitz, Niels Tröger – sie alle sind Teil unserer Zukunftsstrategie. Und diese Strategie ist bewusst nicht auf schnelle Erfolge ausgerichtet. Sie ist darauf ausgerichtet, junge Menschen auf ihrem Weg zu begleiten, die später selbst zum Motor des Motorsports werden.
Was bedeutet Förderkaderarbeit konkret? Es bedeutet, Türen zu öffnen, die sonst verschlossen bleiben. Es bedeutet, Kontakte zu vermitteln und Erfahrung weiterzugeben. Es bedeutet, an kritischen Momenten zu sagen: Ihr seid nicht allein in diesem Prozess. Der Motorsport braucht Euch, und wir glauben an Eure Fähigkeiten.
Nachwuchsförderung ist daher immer auch Kulturförderung. Wir fördern nicht nur Fahrer; wir fördern eine Mentalität: dass Motorsport nicht nur für die gut Betuchten reserviert ist, dass Talent und Charakter zählen, dass es noch Institutionen gibt, die nicht nur Profit im Sinn haben. Diese Haltung ist selten geworden, und gerade darum ist sie wertvoll.
Primms DTM-Gaststart ist nicht das Ende einer Geschichte, sondern ein Kapitel in einer viel größeren Erzählung – der Erzählung davon, dass strukturierte Unterstützung funktioniert, dass Glaube an Menschen etwas bewegt.
Die Zukunft des Motorsports wird von denen geprägt, die wir heute unterstützen. Daher bauen wir sie nicht morgen – wir bauen sie jetzt.
Euer
Dr. Karl-Friedrich Ziegahn
Präsident des DSK