Am letzten Februar-Wochenende lud der Deutsche Sportfahrer Kreis e.V. (DSK) seine Mitglieder zur jährlichen Versammlung in das Dorint Hotel am Nürburgring ein. Präsident Dr. Karl-Friedrich Ziegahn konnte in seinem Rechenschaftsbericht auf ein erfolgreiches Jahr 2025 zurückblicken, das im Zeichen der strategischen Weiterentwicklung und der Stärkung der Motorsport-Community stand. Besonders hob er hervor, dass bereits drei Viertel der im Zuge von ‚Vision 2028‘ geplanten Maßnahmen umgesetzt wurden, was die Handlungsfähigkeit des Vereins eindrucksvoll unterstreiche. Ein zentrales Thema war die proaktive Lösung im Bereich der Trackdays, wo der DSK auf geänderte Haftpflichtbedingungen reagierte und nun einen Teil der Versicherung für die Teilnehmer übernimmt, um den Sport finanzierbar und sicher zu halten.

„Der DSK setzt sich unter seinen drei Leitgedanken ‚Sicherheit, Fairness und Zukunftsfähigkeit‘ für seine Mitglieder ein, insbesondere für die aktiven Motorsportler“, betonte Dr. Ziegahn. „Wir sind mit 13.000 Mitgliedern stark und gewichtig genug, um deren Interessen bei Verbänden, Organisationen, Rennstrecken, Teams oder in der Politik zu vertreten. Diese Stärke haben wir uns durch ein fachlich fundiertes und zugleich konstruktives Handeln in den vergangenen zwei Jahrzehnten hart erarbeitet.“
Die turnusmäßigen Wahlen im Präsidium spiegelten das große Vertrauen der Mitglieder in die aktuelle Führung wider. So wurden Vizepräsident Johannes Scheid, Schatzmeister Frank Taller sowie David Ackermann als Präsidiumsmitglied z.b.V. in ihren Ämtern bestätigt. Auch die Beisitzer Peter Bonk und Matthias Möller erhielten erneut das Mandat der Mitglieder, während Jürgen Mai als Kassenprüfer wiedergewählt wurde. Eine personelle Veränderung ergab sich im Ehrenrat: Nachdem das Gremium und der gesamte Verein im vergangenen Jahr Abschied vom verstorbenen Motorsport-Urgestein Walter Struckmann nehmen mussten, stieg Peter Paul Pietsch vom Mitglied zum neuen Vorsitzenden des Ehrenrats auf. Als neues Mitglied wurde der langjährige und renommierte Teamchef Wolfgang Land in dieses Gremium gewählt.

Ein emotionaler Höhepunkt der Veranstaltung war die Verleihung der „Graf Berghe von Trips“-Medaillen, die seit 1961 für herausragende Verdienste im Motorsport vergeben werden. Die höchste Auszeichnung – Gold mit Brillanten – erhielten Friedhelm Kissel und Karl-Heinz Stümpert für ihr jahrzehntelanges Engagement im nationalen und internationalen Sport. Die Trips-Medaille in Gold ging an Rolf Krepschik, den langjährigen Organisator der STT. Geschäftsführer Daniel Neubauer, der seine Laufbahn einst als Praktikant beim DSK begann und heute als „Seele des Freien Fahrens“ gilt, wurde mit der Medaille in Bronze geehrt. Zudem erhielt Susanne Schaffarczik für ihren unermüdlichen ehrenamtlichen Einsatz den Bodo Grafenhorst Orden. Eine außergewöhnliche Anerkennung für Treue erhielt die ZF Race Engineering GmbH, die bereits seit 50 Jahren als Förderpartner an der Seite des DSK steht.

Die Nachwuchsförderung bleibt ein Kernanliegen des Vereins, wobei die Motor Presse Stuttgart nicht nur als langjähriger Medienpartner agiert, sondern auch als einer der größten Unterstützer der DSK-Talentschmiede auftritt. In einem Gastvortrag gab Maik Müller Einblicke in die Arbeit des Medienhauses, dessen Fachzeitschriften wie sport auto, Motor Klassik oder PS fest mit dem DSK verwurzelt sind. Die Früchte dieser Arbeit zeigten sich direkt vor Ort am Nürburgring: Mit Enrico Förderer, Joel Mesch, Julian Konrad und Thilo Baldes waren erfolgreiche Förderkandidaten persönlich anwesend, die im vergangenen Jahr zahlreiche Meistertitel und Siege einfahren konnten.
Abschließend richtete Dr. Ziegahn den Blick auf die Saison 2026, in der neben dem 24h-Rennen und der Essen Motor Show auch der weitere Ausbau des DSK Women’s Club unter der neuen Patin Natalie Solbach-Schmidt auf der Agenda steht. Auch technische Themen wie der Arbeitskreis für Zulassungen und Umbauten im Motorsport, initiiert von Armin Schwarz, werden intensiv weiterverfolgt. Mit einer stabilen Mitgliederzahl von rund 13.000 Personen bleibt der DSK damit der gewichtige und respektierte Ansprechpartner für alle Belange der aktiven Motorsportler.