…Angeber leider nicht. Es ist ein Ärgernis, wie manche Zeitgenossen sich proletenhaft mit Lärm und Burn-outs auf den Straßen produzieren. Ja, auf den öffentlichen Straßen, in den Ortschaften und überall dort, wo sie mit hirnlosen Manövern glauben, Aufmerksamkeit zu erhaschen und Handy-Videos zu produzieren. Leider zeigt sich das besonders häufig in der Umgebung von berühmten Rennstrecken, wo deren Image auf die gezielten Provokationen übertragen werden soll.
Echte Sportfahrer lieben den Motorsport und das blitzsaubere, präzise Fahren; sie bewundern Können und den anständigen, kameradschaftlichen Umgang miteinander. Ein rüpelhafter Auftritt, der vor allem Unbeteiligte in Mitleidenschaft zieht, der Mitmenschen in Gefahr bringt und letztlich dem seriösen Sportfahrer und dessen Faszination fürs perfekte Fahrerlebnis nur schadet, darf nicht toleriert werden.
Deswegen wenden wir uns als Deutscher Sportfahrer Kreis an alle Freunde und Mitglieder mit der Bitte, in Eurem Umfeld darauf hinzuwirken, dass solche Rücksichtslosigkeiten nicht auch noch Anerkennung finden, Videos geteilt werden oder Beifall geklatscht wird.
Der DSK kann keine Verantwortung für dummes und gefährliches Verhalten übernehmen, aber wir wollen unseren Einfluss nutzen, das Umfeld rund um unsere Rennstrecken, unsere Veranstaltungen und die Track-Days anständig und gesittet zu entwickeln. Auch wenn es in Zeiten zunehmender Unverschämtheiten immer schwieriger zu sein scheint und einem Kampf gegen Windmühlen gleicht, werden wir uns konsequent für den respektvollen Umgang mit allen Verkehrsteilnehmern, Anwohnern und auch untereinander einsetzen.
Es ist schade und bereitet uns im Präsidium und in der Geschäftsführung des DSK keine Freude, dieses Thema aufgreifen zu müssen. Aber wir dürfen vor der Realität nicht die Augen verschließen, denn die Beschwerden von Anwohnern und gerade auch den echten Motorsport-Fans nehmen deutlich zu. Leider tragen die modernen Kommunikationspfade dazu bei; schnell ist das Handy gezückt und noch schneller das Video geteilt. Jeder echte Sportfahrer wird es sich verkneifen, solch einen Quatsch weiter zu teilen, aber wir alle haben es auch in der Hand, in unserem Umfeld als ‚Influencer‘ zu wirken, damit Rüpeleien und Provokationen keine Bewunderung mehr erfahren. Lasst uns unseren Sport und unser Hobby erhalten, auch, indem wir uns scharf von solchen Auftritten distanzieren.
Euer
Dr. Karl-Friedrich Ziegahn
Präsident des DSK