Strafe muss sein, aber bitte gezielt!

Der Stein ist ins Rollen gebracht. Der Deutsche Motor Sport Bund beschäftigt sich mit der Thematik der Team-Disqualifikationen bei dem Entzug der DMSB Permit Nordschleife eines einzelnen Fahrers.

Beim vierten Lauf der VLN Langstreckenmeisterschaft Nürburgring wurde ein Fahrer nach einer Nichtbeachtung von doppelt-gelb-geschwenkten Flaggen im Zeittraining von den Sportkommissaren die DPN entzogen. Trotzdem durften das Fahrzeug mit den verbliebenen zwei Piloten zum Rennen antreten.

„Es scheint Bewegung in die Sache zu kommen“, sagt DSK-Präsidiumsmitglied Johannes Scheid. „Ich sehe darin einen großen Schritt in die richtige Richtung.“ Der fünffache VLN-Meister war einer derjenigen, die die Diskussion angestoßen haben – und dies aus gutem Grund. Denn beim 24h-Rennen wurden mehrere Teams disqualifiziert, nachdem je ein Fahrer als Strafe für ein Vergehen seine DPN eingebüßt hatte. „Fahrer, die verantwortungslos handeln, müssen bestraft werden“, sagt Scheid. „Und das harte Durchgreifen von Rennleitung und Sportkommissaren trägt maßgeblich zur Erhöhung der Sicherheit auf der Nordschleife bei. Allerdings ist es aus Sicht des DSK nicht richtig, Vergehen einzelner zwingend auf das gesamte Team anzuwenden.“

Unterschiedliche Teams waren nach dem 24h-Rennen an den DSK herangetreten. Daraufhin beschäftigte sich das Präsidium intensiv mit der Thematik der Disqualifikationen und wandte sich schließlich an den DMSB, um auf den Missstand hinzuweisen und eine Überarbeitung der entsprechenden Regularien zu fordern. Anscheinend mit Erfolg.

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