Trauer um Ralf Waldmann

Am Samstag, 10. März 2018, ist Ralf Waldmann plötzlich und unerwartet verstorben. Der gebürtige Ennepetaler wurde nur 51 Jahre alt. Er gehört zu den erfolgreichsten deutschen Zweirad-Piloten der Grand-Prix-Geschichte. 14 Jahre lang, von 2002 bis 2016, war Ralf Waldmann im DSK-Präsidium aktiv und brachte seine Expertise aus über 20 Jahren als Profisportler in die europaweit größte Vereinigung von aktiven Fahrern und Motorsport-Fans mit ein.

„Wir sind schockiert, dass Ralf Waldmann so früh von uns gegangen ist“, sagt DSK-Präsident Dr. Karl-Friedrich Ziegahn. „Sein Herz schlug für den Motorradsport und er wird eine große Lücke in der nationalen und internationalen Zweiradszene hinterlassen. Unsere Gedanken sind bei seiner Familie, denen wir die nötige Kraft wünschen, den schmerzlichen Verlust eines geliebten Menschen zu verarbeiten.“

Ralf Waldmann fuhr 169 WM-Läufe, von denen er 20 gewinnen konnte. In seiner Karriere erreichte er 50 Podestplätze. Sein Debüt in der Motorrad-Weltmeisterschaft gab er 1986 beim Großen Preis von Baden-Württemberg auf dem Hockenheimring. Unvergessen sind bis heute die Duelle mit dem Italiener Max Biaggi – Waldmann war damals der einzige Pilot, der dem Italiener im Kampf um die WM-Krone die Stirn bieten konnte. Zweimal wurde er Vize-Weltmeister. Nach seinem Rückzug aus der WM im Jahr 2000 fuhr „Waldi“ noch sporadisch Rennen. Zuletzt war er mit seiner unverwechselbaren Art vor der Kamera aktiv. 2016 engagierte ihn Eurosport als Experte für die MotoGP-Übertragungen.

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