Wüstenhagen schwimmt sich frei

Der DSK-Junior besteht Feuertaufe auf der Nordschleife mit Bravour.

Nick Wüstenhagen hat seine Feuertaufe mit Bravour bestanden. Beim „Preis der Schlossstadt Brühl“ überzeugte der 21-Jährige bei der Auftaktveranstaltung zur Rundstrecken-Challenge mit Platz vier in der Klasse V3. Der DSK-Junior erlebte dabei mit seinem Renault Clio RS Cup eine denkwürdige Premiere. Zum ersten Mal fuhr der Bruchköbeler im Rennwagen über die legendäre Nordschleife.

„Das war eine echte Herausforderung für mich. Ich bin vorher noch nicht eine Runde auf der Nordschleife gefahren, entsprechend groß war mein Respekt davor. Ich kannte die Strecke nur vom Simulator, da habe ich aber unzählige Runden abgespult. Ich wusste schon, wo geht es links, wo geht es rechts rum. Dennoch ist das mit dem Live-Erlebnis aufgrund der physikalischen Kräfte nicht zu vergleichen. Das ist nochmal etwas ganz Anderes. Auch mit dem Auto hatte ich vorher nur einen Testtag auf der Grand-Prix-Strecke“, sagte Wüstenhagen. Die Veranstaltung wurde auf der Nordschleife in Kombination mit der Grand-Prix-Strecke mit Castrol-S und Motorrad-Schikane durchgeführt. Die Rundenlänge betrug 25,378 Kilometer.

Nach insgesamt 329,91 Kilometern und 13 Runden Leistungsprüfung war Wüstenhagen berauscht und überwältigt: „Ich dachte, ich kenne schon viele Rennstrecken. Aber, das ist mit nichts vergleichbar. Die Streckenlänge ist beeindruckend, du hast normal zehn, elf Kurven und Bremspunkte, die du dir einprägen musst. Bei rund 25 Kilometern in einer Runde ist das schon außergewöhnlich. Hinzu kommen die enormen Höhenmeter, die man zurücklegt. Es geht ständig rauf und runter und die Strecke ist sehr schmal. Da muss man sich dran gewöhnen. Die Überholvorgänge finden auf kleinstem Raum statt. Das macht es sehr besonders. Jetzt kann ich auch voll und ganz nachvollziehen, warum viele von der legendären Nordschleife sprechen und so fasziniert sind.“

Wüstenhagen hatte im letzten Jahr bereits erfolgreiche Einsätze in der Mitjet German Series. Die Umstellung auf den Renault funktionierte nach eigener Aussage im ersten Anlauf gut. „Der Renault ist ein wirklicher, reinrassiger Rennwagen, er ist gebaut, um damit Rennen zu fahren. Der Mitjet war noch sehr an einem Kart. Was für mich auch einen großen Unterschied ausgemacht hat: Das waren meine ersten Runden auf einem frontangetriebenen Rennwagen. Das kannte ich so noch nicht. Da gewöhnt man sich aber recht schnell dran.“

Mittel- bis langfristig plant Wüstenhagen Einsätze in der VLN und bei den 24h-Stunden am Ring: „Dieses Jahr geht es mir hauptsächlich darum, die DMSB Permit Nordschleife zu erhalten, damit ich dort an den Start gehen kann. Das wäre mein Ziel für nächstes Jahr. Mein größter Wunsch wäre es, dass ich diese Rennen irgendwann mal mit einem GT3 als Werksfahrer bestreiten kann.“

Der nächste Einsatz lässt nicht lange auf sich warten: Im Rahmen des ADAC 24h-Rennens vom 10. bis 13. Mai 2018 trägt der RCN seinen zweiten Saisonlauf auf der Nordschleife aus.

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