Satorius ist noch nicht am Ziel

Björn Satorius ist weder Greenhorn noch alter Hase im Rallyesport. Dass er aber ein Könner seines Fachs ist, stellt der Mann aus dem hessischen Bickenbach seit 2012 in der Deutschen Rallye-Meisterschaft (DRM) unter Beweis. Seit dieser Saison ist der gelernte Kfz-Meister einer der drei Rallye-Förderkandidaten des DSK.  

„Die letzten Jahre waren sehr gut und ich habe es geschafft, in einzelne Top-Fahrzeuge zu kommen. In den R5 habe ich es zwar noch nicht geschafft, aber ich sitze immerhin schon in einem Division 2-Auto. Ich konnte ein paar Meistertitel einfahren, unter anderem war ich DMSB-Rallye-Cup-Sieger und saarländischer Rallye-Meister. In der FIA European Rallye Trophy war ich Zweiter in der Division. Da war ich auch schon mal über die Grenzen Deutschlands hinweg unterwegs. Insofern bin ich mit meiner Bilanz durchaus zufrieden“, sagt Satorius, der in der DRM in 2018 in der Gesamtwertung der Rallye Stemweder Berg (4.), der 3-Städte-Rallye (5.) und der Rallye Sulingen (8.) mit Lina Meter an seiner Seite Top-Ten-Platzierungen erreichte.

Die motorsportlichen Anfänge des mittlerweile 28-Jährigen waren eher untypisch. Er fuhr kein Kart sondern stieg direkt mit Automobil-Slalom in den Motorsport ein. 2010 startete er mit dem Rallyesport und begann mit ersten Rallye 35-Veranstaltungen. Nach Erfahrungen im Adam-Cup folgte zwei Jahre später der Aufstieg in die Deutsche Rallye Meisterschaft (DRM), damals noch als ADAC Rallye Masters.

Im Hause Satorius hat der Rallyesport eine lange Tradition. Die Eltern waren ebenfalls in den 80er-Jahren bei kleineren Club-Rallyes oder der Corolla-Trophy aktiv. Der Familienbetrieb mit Toyota-Autohaus engagierte sich auch im Toyota-Yaris-Cup auf der Rundstrecke. „Das war die Initialzündung. Da hat es bei mir als kleines Kind angefangen. In so einem Auto ging es dann auch irgendwann los“, erzählt Satorius. Mittlerweile leitet Sohn Björn den Verkauf, peu à peu übernimmt er die Geschäftsleitung und arbeitet nebenbei noch als Fahrinstruktor.

Dass Erfahrung im Rallyesport durch fast nichts zu ersetzen ist unterstreicht auch Satorius ausdrücklich: „Natürlich muss das Gesamtpaket stimmen, das Auto, Material, et cetera. Aber, die Erfahrung hat schon einen hohen Stellenwert, dadurch, dass wir immer mit unterschiedlichen Bedingungen zu kämpfen haben. Wir fahren auf Schlamm, trockenem Asphalt, nassem Asphalt. Letztes Jahr auch mal auf Schnee und Eis. Bei diesen wechselnden Bedingungen und unterschiedlichen Aufgaben hilft einem die Erfahrung, routinierter und lockerer mit allem umzugehen. Auch nach vielen Jahren im Rallyesport lernt man nicht aus.“

In der DRM steuert Satorius momentan einen Subaru Gruppe N. Er plant in Kürze in die Division eins aufzusteigen. „Ich würde gerne noch in diesem Jahr mit meinem Beifahrer Dennis Zenz die Premiere im R5 geben. Spätestens aber nächstes Jahr, um dann um die Deutsche Meisterschaft kämpfen zu können. Am Ende ist es – wie so oft – eine Frage des Budgets. Wir arbeiten hart daran. Es gehört aber auch ein Quäntchen Glück dazu.“

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